Der Weg zum täglichen Begleiter

„The internet in your pocket, for the first time ever“ – Steve Jobs

10 Jahre ist es nun her, dass Steve Jobs in Jeans und schwarzen Rollkragenpullover auf die Apple Bühne getreten ist und in gewohnt ruhiger Manier den Beginn einer neuen Ära verkündet hat: das erste Smartphone. Die Zuhörer rutschten damals aufgeregt ans Ende ihrer Stühle, um besser sehen zu können. Die Konkurrenz schwor auf Misserfolg und belächelte den zum Scheitern verurteilten hohen Preis. Die Kommentatoren staunten über die Eleganz des Touchscreens und die Multifunktionalität des mobilen Geräts. Niemand realisierte jedoch, dass das Smartphone bald als gleichzeitig selbstverständlich und lebensnotwendig gesehen werden würde. Der tägliche Begleiter der nur mehr selten überrascht und ohne den nicht mehr gearbeitet, kommuniziert, sozialisiert, informiert oder sich vergnügt werden kann. Das Smartphone verkörpert alles was wir zum Leben brauchen. Es ist vollkommen. Es ersetzt (fast) alle anderen Geräte und macht uns mobil. Es vereinfacht uns das Leben.


Eine logische Schlussfolgerung

Denkt man über all das ein bisschen länger nach, wird einem eines klar – wir sind verwöhnt. Denn genau diese Eigenschaften die wir an unseren Smartphones so lieben – die Ganzheitlichkeit, die Multifunktionalität, die Konnektivität und die Mobilität – erwarten wir auch in allen anderen Lebenssituationen. Warum denn auch nicht? Es ist doch die einzig logische Schlussfolgerung, auch am Arbeitsplatz von den Vorteilen der Technologie profitieren zu wollen. Eine in Deutschland durchgeführte Studie des TNS Infratests (Monitoring-Report Wirtschaft DIGITAL 2016) fand heraus, dass zwar 85% der gewerblichen Wirtschaft Digitalisierung als wichtig empfindet, jedoch nur 55 von 100 Indexpunkte in der Feststellung des Digitalisierungsgrades der Unternehmen erreicht werden. Wenn man die Unterschiede zwischen den Branchen betrachtet, ist außerdem ein eindeutiger Vorsprung in der Informations- und Kommunikationstechnik zu erkennen, während Maschinenbau- und Fahrzeugbau-Betriebe nur unterdurchschnittlich bis durchschnittlich digitalisiert sind (mehr Informationen dazu finden Sie hier). Warum ist es also anscheinend noch immer, 10 Jahre nach dem Beginn der vollständigen Digitalisierung der Privatperson, vor allem für Industrieunternehmen nicht möglich der Entwicklung nachzuziehen?


Hohe Ansprüche? Zurecht!

Digitalisierung am Arbeitsplatz wird gerne abgelehnt. Das kann mit der Unsicherheit bei Veränderungen, schwierigen Einführungsphasen, unzureichender Einbindung der Mitarbeiter oder mit der Angst vor kostspieligen Technologien zusammenhängen. Manchmal ist jedoch noch viel entscheidender, dass die Anforderungen, die ein Betrieb und dessen Arbeiterschaft an ein Produkt haben, nicht erfüllt werden können. Entweder das bestehende Angebot kann zu wenig oder zu viel, ist zu kompliziert oder zu anspruchslos, zu oberflächlich oder zu personalisiert. Es fehlt die übersichtliche Aufgabenverteilung, die einfache Kommunikation oder die Reporting-Funktion. Techniker erhalten viel zu viele Informationen, während Manager gern noch viel mehr wissen würden. Egal wo das Problem liegt – es scheint immer eines zu geben und falls bei der Software keine gefunden werden, wird das Argument vorgebracht, dass Tablets den rauen Umgebungsbedingungen oft nicht standhalten.


Die Lösung

Die eine Lösung, die für alle Industrieunternehmen in jedem Bereich einsetzbar ist, gibt es nicht. Das ideale Produkt muss Vorgänge im Betrieb verstehen, die individuellen Bedürfnisse der Anwender erkennen und darauf zugeschnittene Funktionen anbieten. Genau wie das private Smartphone wollen wir ganzheitliche Lösungen, die uns den Arbeitsalltag vereinfachen, indem Störfaktoren ausgeschalten werden und wir uns auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren können. Es geht nicht zwingend darum, bestehende Prozesse zu ändern, sie sollen optimiert werden. Nicht zu ersetzen, sondern zu erweitern. Nicht abzulösen, sondern auszubauen.

Tägliche Begleiter müssen wir gerne bei uns haben wollen. Wir suchen sie aus und entscheiden uns für ihren Verbleib. Genau deswegen dürfen die Anforderungen hoch sein, sie müssen es sogar.


© Julia Neuhold von Tablet Solutions